Prinzip des Laserbohrens

Das Bohren mit gepulsten Lasern ist ein thermischer Bearbeitungsprozess. Aufgrund der hohen Energiedichte wird durch den stark fokussierten Strahl das Material aufgeschmolzen und verdampft. Als Ergebnis des entstandenen Dampfdruckes werden Partikel aus dem Bohrloch geschleudert.

Nur gepulste Laser erreichen die hierfür benötigte Leistungs- und Energiedichte. Abhängig vom Lochdurchmesser, der Materialstärke, den Anforderungen an die Qualität sowie der Bearbeitungsgeschwindigkeit, werden drei Laser-Bohrmethodenunterschieden.

Einzelpulsbohren 

Diese Methode erlaubt den grössten Durchsatz und die höchste Bearbeitungsgeschwindigkeit. Jeder Laserpuls erzeugt ein Loch. Die maximale Frequenz/Wiederholrate bestimmt hierbei die den Durchsatz und die Effizienz. Abhängig von Werkstoff und Materialstärke ist es möglich,  über 1000 Bohrungen pro Sekunde zu erzeugen.

Perkussionsbohren

Abhängig vom Material wird diese Methode bei Lochdurchmessern von 20 - 1200 µm angewendet. Schachtverhältnisse (Durchmesser/Lochtiefe) bis ca.1:200 sind erzielbar. Abhängig vom Material können Bohrtiefen bis 40mm erzielt werden. 

Trepanieren

Wenn der Lochdurchmesser viel größer als der Fokus ist, wird trepaniert, d.h. das Loch wird ausgeschnitten. Dies kann entweder durch eine rotierende Optik oder durch Bewegung des Werkstückes erfolgen. Abhängig vom Material können Tiefen bis 25mm trepaniert werden.

Folgende Materialien können gebohrt werden:

Hochlegierte Stähle, Edelstähle
Edel- und Buntmetalle wie Gold, Silber, Titan, Platin, Aluminium
Wolfram und Molybdän
Keramik wie z.B. Aluminiumoxyd, Zirkonoxyd und Aliminiumnitrit
Hartmetall, polykristalliner Diamant (PKD) und Bornitrid (CBN)
Kristalle wie Saphir und Rubin
Halbleiter wie Silizium

Wenn Sie Musterteile in unserem Applikationslabor bearbeiten lassen möchten, würden wir uns freuen, wenn Sie unsere Verkaufsabteilung kontaktieren würden.

Bei Fragen zu Anwendungen oder Problemstellungen hilft Ihnen unser Applikationslabor gerne direkt weiter.



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